Die Rituale bei der Ankunft in Santiago de Compostela

Die Ankunft bei der Kathedrale

Wir umrunden die Kathedrale bis wir zur Hauptfassade O Obradoiro gelangen und bestaunen dieses Meisterwerk der Architektur. Endlich sind wir an dem Ziel angekommen, von dem wir schon so lange geträumt haben.

„Mache das Kreuzzeichen und steige langsam die Treppen empor. Lass dir dabei Zeit. Du bist am Ziel angekommen. Genieße jeden einzelnen Schritt.“

Ich freute mich über die, so mir sagten: Laßt uns ins Haus des HERRN gehen! Unsre Füße stehen in deinen Toren, Jerusalem. (Psalm 122)

Der Eingang zur Kathedrale

Beim Betreten der Kathedrale über den Obradoiro-Platz wird das Auge des Betrachters sogleich auf ein Meisterwerk der romanischen Baukunst gelenkt, den Pórtico de la Gloria. Das mit Skulpturen ausgestattete Portal stellt die Heilsgeschichte dar. Auf der linken Seite symbolisieren die vier großen Propheten des Alten Testaments den christlichen Wunsch nach der Ankunft des Herrn. Auf der rechten Seite begegnen wir der Ankündigung Jesu Christi durch vier Apostel aus dem Neuen Testament. Im Zentrum steht Jesus Christus selbst – er ist der Tempel, der Priester und der Mittler zwischen Gott und den Menschen. Er allein stützt das Tor, er verbindet uns mit dem göttlichen Leben; mit seiner Hilfe kommen wir über den Glauben in Kontakt mit dem echten Leben. Auf der mittleren Säule begrüßt uns der Apostel Jakobus, der Gesandte Jesu Christi, der uns diesen Glauben vermittelt hat: “Tritt ein im Glauben, tritt ein durch das Tor, durch Jesus Christus selbst, der zu dir spricht: “Glaube an den einzigen Gott…”

Die Umarmung von Jakobus

Im Inneren der Kathedrale richten wir unseren Blick auf den Hochaltar. Wir umrunden den Altar von rechts, um zu jener Treppe zu gelangen, die uns zur Silberbüste des Apostels Jakobus führt. Schließlich steigen wir die Treppe empor und umarmen Santiago, unseren Freund, unseren Beschützer, unseren Begleiter: “Danke, dass du uns bis hierhin geführt hast. Danke für deine Gesellschaft, für dein Zeugnis, für dein Vermächtnis.”

Das Grab des Apostels Jakobus

Unter dem Altar liegt das eigentliche Ziel des Camino, die Krypta: die Mauern des alten Grabmals und die Urne mit den sterblichen Überresten des Apostels.

“Hier bist du nun, Santiago, am Ende der Welt. Bis hierhin bist du gelangt, um die Botschaft von Jesus Christus zu verkünden. Und hier bleibst du, um uns in unserer Suche und unserem Glauben zu bestärken. Stärke mich in meinem Glauben und gib mir die Kraft ein Leben nach dem Vorbild Jesu Christi zu führen. Du bist der Starke, der Unerschrockene, der Donnersohn.”

Die Pilgermesse

Unter dem Altar liegt das eigentliche Ziel des Camino, die Krypta: die Mauern des alten Grabmals und die Urne mit den sterblichen Überresten des Apostels.

“Hier bist du nun, Santiago, am Ende der Welt. Bis hierhin bist du gelangt, um die Botschaft von Jesus Christus zu verkünden. Und hier bleibst du, um uns in unserer Suche und unserem Glauben zu bestärken. Stärke mich in meinem Glauben und gib mir die Kraft ein Leben nach dem Vorbild Jesu Christi zu führen. Du bist der Starke, der Unerschrockene, der Donnersohn.”

Der Beginn eines neuen Lebens

Nach der Messe verlassen wir die Kathedrale über das romanische Südportal, die Puerta de las Platerías. Auf der Mittelsäule, zwischen den Bögen der beiden Tore, befindet sich ein Christusmonogramm. Das Besondere daran ist, dass die Buchstaben in verkehrter Reihenfolge stehen: das α wurde zum Ω und vice versa. So wurde das Ende wieder zum Anfang, ähnlich unserem eigenen Camino, der nun wieder zum Ausgangspunkt für einen neuen Weg, ein neues Leben wird.

Das Pilgerbüro

Das Pilgerbüro ist Treffpunkt und Anlaufstelle für Jakobspilger aus aller Herren Länder, welche zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Pferd das Apostelgrab in Santiago erreicht haben. Hier erhalten die Pilger den letzten Stempel in ihren Pilgerpass, hier wird die Pilgerurkunde (Compostela) ausgestellt.

Verein Jakobsweg Wien

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1010 Wien

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